DAS

NARRENSCHIFF

TREIBT

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Guten Tag, oder auch guten Abend! Das Jubiläum 1 ist vorbei, nun hat das Jahr 2 meines literarischen Journals begonnen. Mit inzwischen mehr als 50 kurzen oder längeren Beiträgen in den verschiedenen Genres. Danke für Dein/Ihr/Euer Interesse, die gezeigte Leselust!
Im zweiten Jahr meiner publizierten Texte plagt uns die Corona-Krise gerade nicht mehr so sehr. Es wird nach dem Ausfall des Frühlings endlich Sommer! Carpe diem! Wird dies ab Herbst wieder anders sein? Kassandra ist überall! Too much! Zugleich schalten Politik und Medien massiv auf die Klimakrise um. Die Grundfrage bleibt: Wie kommen wir aus all dem gedeihlich heraus? Wie lassen sich erdfürsorgliches Handeln und vernünftige Gesundheit mit wohl verstandener Freiheit und basalen Grundrechten in Einklang bringen? Oder geht das gar nicht mehr, weil zu spät.

Meine neuen belletristischen Texte werden sich, in passato, in futuro, besseren Zeiten widmen. Ich versuch´s. Hier schon einmal ein erster Aufschlag – gleichsam als paradoxe Intervention. Ich frage jetzt mal trotz Frühling (ohne s, süddeutsch) ganz unverblümt:
Na, wie geht´s uns denn so – fünf Jahre nach dem großen Frontalangriff auf unsere Atmung?
Der seltsame Herr KIR und seine schwierige Dota wissen es schon, weil sie es erleben. Schauen wir für eine Lesestunde laktonisch – ja, mit t, aber lakonisch würde auch passen – nach vorne ins neue Normal!
Kurzgeschichte: Herrn KIRs Vergnügungen

Viel, na ja, Spaß!
Friedrich Alexius (Fritz) Feder

Na, wie gehts uns denn so?

Am Pinsel (Bildquelle):
R. Neumann, Mosbach

Kurzgeschichte: Herrn KIRs Vergnügungen

“Du sollst nicht spucken noch speien im Freien. Du sollst Deinen Pitbull täglich zweimal Gassi führen. Containerst Du, so rechne mit Strafe vor Gericht. Furze nicht – weder laut noch leise. Klebe Dein gebrauchtes Gummi an die Gum Wall. Zahle Dein Gummi, äh, Dein Bußgeld mit froher Miene. Sei nicht schamlos, es sei denn vor dem Körperscanner. Erschrick nicht vor den armierten Cops mit den Schockern, die Dich sistieren, sie schützen Dich ritterlich vor Dir selbst.”

Aus: Fritz Feder, Die (mehr als) zehn Gebote der neuen Zeit

“Das Kunstlicht der Welt erblickte mich am 19. November des Jahres 1949 um 5 Uhr früh. Draußen war es noch richtig dunkel. Die Geburtsstation lag wie zum Zeichen der Verbundenheit von Leben und Tod, jedoch nicht wie ein Menetekel, sondern ganz friedlich, unmittelbar über der Totenhalle der Klinik. Dass es ein Freitag war, sagte mir vor Jahren ein buddhistischer Mönch in Myanmars berühmtester Pagode, die Shwedagon heißt. Ich traf auf ihn während meines Besuchs jenes riesigen, goldenen Stupa in Yangon, dem früheren Rangun. Er hatte mich in meinem Staunen wohl beobachtet, dann geheimnisvoll lächelnd angesprochen und ein paar Schritte begleitet, wobei er mich nach meinem Geburtstagsdatum gefragt hatte. Auch Buddha sei an einem Freitag geboren worden, erklärte er mir mit leuchtenden Augen. Im Jahr 543 vor unserer Zeitrechnung. Wieder zu Haus finde ich im sog. Ewigen Kalender des neunmalklugen digitalen Netzes die Information, dass mein Geburtstag aber ein Samstag war. Erklärt sich die Abweichung durch die Zeitverschiebung? Vielleicht. Dem Vernehmen nach war ich ein richtiges Pfund und soll nach der Geburt in einem ersten Akt meiner irdischen Präsenz in hohem Bogen gepinkelt haben, was ich als gutes Zeichen werte, Freitag hin, Samstag her. Jedenfalls Wochenende.”

Aus: Fritz Feder, All Tags Tücken, Miseren & letzte Dinge, VERRAI Verlag Stuttgart

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