Paradoxe Intervention – Alles gut mit den Demokratien?

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Viele Nationen weltweit, auch Deutschland, praktizieren gegenwärtig pandemiebedingt einen Kontroll- und Überwachungsstaat. Tragende Grundrechte sind ausgehebelt. An Pflegenden, Intensivbetten und Impfstoff mangelt es, aber kommunale Ordnungskräfte, Polizisten und
Schritt für Schritt auch Soldaten in Uniform sind omnipräsent. Unser Leben ist stillgelegt, der uniformierte Alltag gelb, blau und olivgrün. Die Registriergeräte und Scanner aller Art arbeiten auf Hochtouren, Pointer, Sprüher und Taser liegen massenhaft bereit. Wer das leugnet, ist ein Hardliner und kann sich bei Herrn Putin zum gemeinsamen Eistauchen anmelden oder mit Herrn El-Sisi Pyramiden besichtigen. Viele der anderen Länder waren schon vor Corona Diktaturen oder Pseudo-Demokratien. Auch die Menschen hierzulande, die Ordnung über alles lieben, Kontrollverluste stets fürchten, Tristesse für eine Tugend halten und überhaupt eine starke Neigung zum Gewohnheitstier in sich tragen, werden sich an die neue Demokratur als dynamisch perfektionierte Dauereinrichtung gewöhnen. Auch nach der Pandemie. Für immer!

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