Kollektive Fatigue

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Schwindende Autorität der Kanzlerin? I wo! Nach der Abwahl des lauthalsigen Rot-Grün-Duos Schröder-Fischer im Jahr 2005 konnte ich mir nicht vorstellen, dass wir inszenatorisch für satte eineinhalb Dekaden das genaue Gegenteil erleben würden. Auf die damalige, prall maskuline Performance folgten der metronomische Dauermonoton und das Aussitzen der Kanzlerin. Nun hängen wir schier ausweglos in der Pandemie fest, und Angela Merkel erweist sich, zusammen mit ihrem imposanten Kanzleramtsminister, längst als Meisterin der Macht des Einschläferns. Nein, es ist mehr, die Physikerin ist im Laufe ihrer Regierungsjahre zu einer großen Hypnotiseurin ihres Volkes geworden – Nachtsitzungen, Entschuldigung und TV-Talk inklusive. Kollektive Fatigue, längst auch schon vor Corona. Da wäre alsbald ein mittlerer Weg der Inszenierung, Inhalte jetzt mal beiseitegelassen, fast schon wohltuend. Wenigstens mal raus aus dem sterilen Koma, aber auch ohne neue Veitstänze!  Laschbaer oder Söbeck, so gesehen, fast schon egal! Bis dahin aber wird Frau Merkel ihre Frau stehen und dann erhobenen Hauptes gehen. Als wäre nichts gewesen!

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