Kreditkartenplaste im Kopf
Am Himmel kein Wolkenzopf
Bloß Strahlung, nicht einmal Wölkchen
Von dort her plumpst nimmer ein Naß
Das Torfmoor menschengestochen
Tumbe Nessies in trock’nen Molochen.
Ich zerbrech´ mir den Kopf
Es klopft mir das Herz
Es erfasst mich ein Schmerz.
Schmelzender Asphalt am Gleis
Im Flussbett trauert ein Skelett
Aus fernen Zeiten hervorgetaucht
Brillenlos, erbleicht´s nun noch mehr
Vom Blick in die schwarze Sonne
Dürr dümpelt die Luft am Fluss daher.
Ich zerbrech´ mir den Kopf
Es krampft mir das Herz
Es drückt mich der Schmerz.
Ein Feuersturm rodet gründlich den Park
Glutnester toben sich knallend aus
Gülleregenschläuche gegen den Brand
Retten, was man noch retten kann
In den Heimen siechen die Alten
Quallenschwärme stetig fetter obwalten.
Ich zerbrech´ mir den Kopf
Es blutet mein Herz
Es zwickt mich der Schmerz.
Drohnenmetalle glitzern von oben herab
Wo gerne große Mächte toben
Wir sind nicht mehr, sagt man, im Frieden
Argusäugig päppeln sie Autos zu Panzern
Am Aktienmarkt ist glühende Laune
Schon grassieren neue Hefte von Landsern.
Ich zerbrech` mir den Kopf
Es versteinert mein Herz
Es lähmt mich der Schmerz.
Endlich, endlich geht es voran
Ich klick´ die Voices des Senders weg
Fast hätt’ ich das Regenbad verpasst
Es kam auf ohne Donnergrollen fast
Ich schalte die Ratgebermäuler ab
Die gratis und niemals zu knapp
In meiner Seele geschwätzig wüten
Ihr Teufelskreisanbeter vor dem Herrn,
tut Euch doch gerne selber zerstör´n
Ich will von Euch nichts mehr hör’n!
Ich zerbrech´ mir den Kopf… nicht mehr
Es krampft sich mein Herz…nicht mehr
Es lähmt mich der Schmerz…nicht mehr.
Er ist einfach da und etwas leer.

